Freitag, 2. April 2010

Zitadelle

Zitadelle

Legende
    Spandau Zitadelle Budapest Hauptstadt
  • 1 Torhaus, heute Gaststätte, Museum
  • 2 Juliusturm, heute Museum
  • 3 Palas, heute Museum
  • 4 Bastion Kronprinz
  • 5 Bastion Brandenburg
  • 6 Bastion Königin
  • 7 Bastion König
  • 8 Kanonenturm
  • 9 ehemalige Kaserne, heute Konferenzzentrum
  • 10 Wassertor, "Hafen"
  • 11 italienische Höfe
  • 12 ehemaliges Verwaltungsgebäude, heute Kunsthandwerker
  • 13 Magazin
  • 14 ehemaliges Offiziershaus
  • 15 ehemaliger Exerzierschuppen, heute Waffensammlung
  • 16 ehemaliges Zeughaus, heute Stadtmuseum
  • 17 de:Ravelin "Schweinekopf"
  • 18 Damm und Brücke
  • 19 Wassergraben
  • 20 Havel, Havelschleuse
  • 21 Spandauer See
Spandau Zitadelle Budapest HauptstadtEine Zitadelle ist der am stärksten ausgebaute Teil einer Festung. Die Bezeichnung wurde in der Frühen Neuzeit von der italienischen Bezeichnung „cittadella“ entlehnt, was „kleine Stadt“ bedeutet.

Bauwerke

Eine Zitadelle positioniert sich dabei innerhalb oder am Rande einer Stadt und ist meistens der letzte Widerstandskern in einer Festung. Oftmals wurde eine Zitadelle bewusst im Zentrum einer als unloyal betrachteten Stadt errichtet und diente somit einem ähnlichen Zweck wie die mittelalterliche Zwingburg. Frühneuzeitliche Zitadellen verfügten in der Regel über den Grundriss eines regelmäßigen Vieleckes. Bei der Lage außerhalb der Stadt trennt die Esplanade als freies Schuss- und Rückzugsfeld die Zitadelle von den anderen Wehranlagen.

Kriegsschiffaufbauten

Spandau Zitadelle Budapest HauptstadtSpandau Zitadelle Budapest HauptstadtAls Zitadelle bezeichnet man auch die zentralen Aufbauten eines großen Kriegsschiffs. Sie beherbergt den gepanzerten Ausguck, die Brücke, den Artillerie-Leitstand und den Funkraum. Oft existiert eine zweite Zitadelle, die um den Schornstein konstruiert wurde. Denn nur mit zwei erhabenen Punkten kann trigonometrisch gepeilt werden. Der höchste Punkt obliegt dem Ausguck, um dem Feind keinen Aufklärungsvorteil zu verschaffen.

Gellért-Bad

Gellért-Bad

Repräsentative Badearchitektur (Gellért)Das im Sezessionsstil gebaute Gellért-Bad ist das berühmteste Bad Budapests. Die Quellen, die es nutzt, wurden bereits im 13. Jahrhundert, wie auch noch Jahrhunderte später, durch die Türken genutzt. Das Bad wurde zusammen mit dem Gellért-Hotel errichtet und 1918 eröffnet. Der eklektische Stil des nach Art der Secession erbauten und, verglichen mit anderen Bädern der Stadt, sehr großen Bades ist trotz des Zweiten Weltkrieges bis heute fast unverändert erhalten geblieben. Das von verspielt geformten und mosaikgeschmückten Mauern umrahmte Außenbecken wurde 1927 eröffnet und war damit das erste Wellenbad weltweit. 1934 kam ein Sprudelbad hinzu. Das Dach des inneren Hauptbeckens kann bei gutem Wetter geöffnet werden. Durch Renovierungen in jüngster Zeit erhielten die Sitzbecken in der Schwimmhalle und im Freien sowie das Kinderbecken moderne Filter- und Umwälzanlagen.
 
Das Gebäude des Gellért-BadesZusätzlich zu den gemischten Schwimmbecken gibt es noch getrennte Thermal- und Dampfbäder für Männer und Frauen. Neben der opulenten Ausstattung mit drei Außen- und zehn Innenbecken (26 bis 38°C) macht das große Angebot an therapeutischen Maßnahmen (Bewegungsbad im Heilwasserbecken, Wannenbad mit Heilwasser, Schlammpackungen, Unterwasser-Traktionsbad, Kohlensäurebad, medizinische Heilmassage, Unterwasser-Strahlmassage, Elektrotherapie und Massage) das Gellértbad, auch wegen des touristischen Publikums, zu einem der wichtigsten Bäder der Stadt. Es ist geeignet bei Erkrankungen der Bewegungs- und Atmungsorgane sowie bei Krankheiten des peripheren Kreislaufsystems, wobei fachärztliche Betreuung bei Rheumatologie und Pulmonologie angeboten wird.

Gellértberg

Gellértberg

Blick vom Gellértberg auf Sashegy, den größten Nationalpark BudapestsDer Gellértberg (auch Sankt Gerhardsberg oder Blocksberg; ungarisch Gellért-hegy) liegt im I. und XI. Bezirk Budapests und wurde nach Giorgio di Sagredo, dem Heiligen Gellért benannt, der von diesem Berg zu Tode gestürzt wurde.


Geografie

Ausblick auf die Stadt und die DonauDer höchste Punkt des sich am Nordufer der Donau erhebenden Berges befindet sich auf 235 Metern ü NN. Im Inneren des Berges befindet sich eine Höhle.

Sehenswürdigkeiten

Zitadelle auf dem Gellértberg - BudapestDas „Denkmal des heiligen Märtyrerbischofs Gellért“ erinnert an den Aufstand heidnischer Ungarn im 11. Jahrhundert. Sie nahmen, einer Legende zufolge, die gewaltsame Christianisierung Gellérts zum Anlass, ihn in ein Fass zu sperren und den Hügel hinunter in die Donau zu stürzen. Durch eine Spende Kaiser Wilhelm II., anlässlich eines Besuches 1896 in Ungarn, konnte das Denkmal gefördert und 1904 fertiggestellt werden. Hinter dem Denkmal befindet sich eine Kolonnade, und unter dem Denkmal eine Naturquelle, die als Wasserfall aus dem Gellértberg entspringt.

Datei:Citadella - Budapest.jpgAm Südhang des Gellértberges wurde 1926 eine Grottenkirche nach dem Vorbild von Lourdes errichtet. Sie wurde 1951 eingemauert und 1989 wiedereröffnet. Kardinal József Mindszenthy hielt hier nach dem Zweiten Weltkrieg seine Predigten.

Auf dem Gipfel des Berges befindet sich das Befreiungsdenkmal zum Anlass der Befreiung der Stadt durch die Rote Armee im Jahre 1945.

Ebenfalls auf dem Gipfel steht die Zitadelle, von der man einen weiten Ausblick auf Budapest und in beide Richtungen entlang der Donau hat. Von dort blickt man auf
    Naphegy und Tabán in Meyers Budapest-Lexikon 1905
  • die Donaubrücken
  • die Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest
  • die Budaer Burg
  • die Donaupromenade
  • das Gellért-Bad.
Am Fuße des Berges befinden sich am Gellértplatz bei der Freiheitsbrücke das bekannte Hotel Gellért und das Gellért-Bad. In Meyers Budapest-Lexikon 1905 war die Orom utca die Grenze zwischen dem alten Tabán und Gellérthegy.

Samstag, 20. März 2010

Széchenyi-Heilbad

Széchenyi-Heilbad


Datei:Budapest Széchenyi fürdő.png
Széchenyi-Heilbad


Das Széchenyi-Heilbad (ungarisch: Széchenyi gyógyfürdő) ist ein Heilbad in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Die Anlage steht im Stadtwäldchen. Durch seine Ausmaße ist das Bad das größte seiner Art in Europa. Es wurde nach dem Staatsmann Graf István Széchenyi benannt.

Geschichte

Die Anfänge des Artesischen Bades
Vilmos Zsigmondy richtete am 24. November 1866 eine Eingabe an des Stadtrat von Pest, in der er seine Überzeugung zum Ausdruck brachte, dass man „in Pest mit der größten Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs artesische Brunnen gewinnen könnte, deren Wasser nichts anderes als Thermalwasser sein kann.“ Am 3. März 1868 wurde schließlich der Vertrag über die Arbeiten im Zusammenhang mit dem artesischen Brunnen im Stadtwäldchen unterschrieben. Schließlich begannen die Bohrungen am 15. November 1868 und endeten erst im Januar 1878 in einer Tiefe von 970,48 Metern.
Der Budapester Rat für Öffentliche Arbeiten stimmte der Errichtung eines Badehauses auf der Palatininsel am 1. Juli 1880 zu. Bereits ein Jahr später wurde das Badehaus eröffnet. Die Kosten beliefen sich auf 28.485 Forint und 57 Krajcár. Da die Beliebtheit des Bades immer mehr wuchs, beschäftigte man sich 1899 mit dessen Erweiterung. Ab 1904 durfte das Bad den Titel Heilbad führen. 1907 entsprach das Artesische Bad bei weitem nicht mehr den Ansprüchen und die Hauptstadt beschloss den Bau eines neuen Bades. Das Gebäude des Artesischen Bades wurde 1936 abgerissen.
Neubau und Erweiterungen

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Korridor im Hauptgebäude

Für die Errichtung des neuen Bades wurden Kosten in 3.835.100 Korona veranschlagt. Die Bauarbeiten begannen am 7. Mai 1909 und dauerten bis zum 16. Juni 1913. Das Gebäude wurde in fünf Bäder unterteilt:
  • Privatbäder
  • Dampfbäder für Männer
  • Dampfbäder für Frauen
  • Volksbad für Männer
  • Volksbad für Frauen
Vom Haupteingang im Hauptgebäude gelangt man über ein Vestibül in die Kuppelhalle, welche als Knotenpunkt des Verkehrs im Gebäude konzipiert wurde. Sie ist als Repräsentationsraum am schmuckvollsten ausgestaltet worden. Die gesamte bebaute Fläche inklusive des Heiz- und Maschinenhauses betrug 75.294,34 Quadratmeter.
Die Tiefe des artesischen Brunnens liegt bei 960 Metern. 760 Kubikmeter des 73 °C heißen Heilwassers sprudeln stündlich aus dem Brunnen. Das Bad verbrauchte davon circa 475 Kubikmeter. Während im alten Artesischen Bad nur 45 Badegäste empfangen werden konnten, fasste das Széchenyibad nun 421 Badegäste gleichzeitig.
Da der Badebetrieb Verluste verursachte, dachte man ab 1924 über eine Erweiterung des Széchenyibades nach. Es sollte zwischen dem bestehenden Gebäude und der Straße zum Zoologischen Garten auf einer Fläche von 11.000 Quadratmetern ein Schwimmbad im Freien entstehen. Des Weiteren sollte sich an das Schwimmbad die Erweiterung der Volksbäder anschließen. Das neue Freibad wurde am 19. August 1927 eröffnet. Die Wasserfläche der drei großen Becken beträgt 2.040 Quadratmeter. Dieses Freibad fasste nun 3.400 Badegäste zusätzlich.
Im Jahr 1935 bestand das Heilbad aus folgenden Teilen:
  • Thermalbad für Männer – 4 Becken, 151 Umkleidekabinen
  • Thermalbad für Frauen – 4 Becken, 93 Umkleidekabinen
  • 14 thermale Salonbäder
  • 34 thermale Wannenbäder, zum Teil für Schlamm-, Heißluft-, Kohlensäure- und Elektrobad und Wasserheilbehandlung eingerichtet
  • Maschinen-Therapie (Zandr)
  • Thermales Volksbad für Männer – 3 Becken, 300 Umkleideschränke
  • Thermales Volksbad für Frauen – 3 Becken, 300 Umkleideschränke
  • Freibad – 3 Becken, 59 Kabinen, 1376 Umkleideschränke
Durch den Erweiterungsbau wurden jedoch die Probleme der Wirtschaftlichkeit des Bades nicht gelöst. Kosten für die Wassererwärmung belasteten das Budget mit 45.000 bis 46.000 Pengő im Jahre 1935. Schließlich wurde von Seiten der Stadt die Bohrung eines zweiten artesischen Brunnens genehmigt, welche am 16. März 1938 in einer Tiefe von 1.256 Metern zum Erfolg führten. Der neue Sankt-Stephan-Brunnen ergab täglich 6.000 Kubikmeter 77 °C heißen Wassers. Das war mehr Wasser als ursprünglich veranschlagt, und so wurde 1939 die alte Heizanlage des Badegebäudes auf Betrieb mit Thermalwasser umgebaut.
Datei:Budapest Széchenyi Baths R01.jpg
Freibad und Terrasse

Neubeginn

Das Széchenyibad war durch den Krieg nur zu 20 Prozent beschädigt worden. Der Sankt-Stephan-Brunnen war jedoch unbeschädigt. So begann bereits am 23. Januar 1945 die Trümmerberäumung. Am 20. Mai öffnete das Freibad und bis Ende Juli waren auch das Thermalbad für Männer und die beiden Volksbäder in Betrieb gesetzt worden. Im Jahr 1949 wurde im linken Flügel des Bades eine Schlammabteilung eingerichtet. 1952 kam die Elektrotherapie sowie ein Solebad dazu. Seit dem 26. November 1963 hat das Freibad ganzjährig geöffnet. Der Zustand des Bades verschlechterte sich jedoch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1998 begann man daher mit einer grundlegenden Renovierung.

Ausstattung des Bades

Datei:Szechenyifurdo.jpg
Luftbild des Széchenyibades

Das Bauwerk besteht heute aus drei Teilen
  • Heilbad
  • Schwimmbad
  • Tagesklinik
Der Haupteingang befindet sich an der Kós Károly sétany und ist mit Säulen und Tympanon verziert. Er liegt in der Hauptachse des von fünf Kuppeln begrenzen Czigler-Flügels. Der von Säulen flankierte Haupteingang des Schwimmbades liegt gegenüber an der Állatkerti körút. Er führt in ein neubarockes Vestibül, in dem sich zu beiden Seiten die Kassenräume befinden. Die Tagesklinik erreicht man von Nordosten. Der Eingang im Südwesten führt zu den Dampfbädern.

Stadtwäldchen - Teil 2

Stadtwäldchen

Zoologish-Botanischer Garten


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Eingang zum Zoologischen Garten

Der Zoologisch-Botanische-Garten (Fővárosi Állat- és Növénykert) befindet sich an der nordwestlichen Seite 47.51747222222219.076722222222 des Stadtwäldchens. Bereits 1840 kamen in Budapest die ersten Überlegungen auf, einen Zoologischen Garten zu gründen. Doch erst ab 1859 wurden konkrete Überlegungen angestellt, wie dieses zu realisieren wäre. Entstanden ist er schließlich aus einer privaten Initiative von vier Wissenschaftlern: Dr. József Szabó (Dozent), József Gerenday (Direktor des Botanischen Gartens), Dr. Ágoston Kubinyi (Direktor des Nationalmuseums) und János Xántus (Sammler und Zoologe). Um die notwendigen finanziellen Mittel zu bekommen, wurden die „Aktienfirma Zoologischer Garten“ gegründet und Gespräche mit der Stadt Pest über mögliche Orte für einen Zoologischen Garten geführt. Die Stadtverwaltung Pests schlug zwei Grundstücke vor, die sich beide im Stadtwäldchen befanden. Auf Anraten des Wiener Professors Gustav Jäger fiel die Entscheidung zugunsten des im Westen des Stadtwäldchens gelegenen Grundstücks. Am 5. September 1865 wurde ein 30jähriger Pachtvertrag mit der damals noch selbständigen Stadt Pest zu einer Jahresmiete von einem Goldstück abgeschlossen.
Als Architekt konnte der renommierte Antal Szkalnitzky gewonnen werden. Am 9. August 1866 wurde der „Budapester Zoologische Garten“ erstmals eröffnet und zählt daher heute zu den ältesten Zoologischen Gärten Europas. Dieser zählte etwa 500 Tiere, zugekauft und gespendet. So wurden unter anderem einige Tiere vom Tiergarten Schönbrunn in Wien überlassen. Ein besonderes Geschenk kam von Königin Elisabeth, die dem Zoo 1869 eine Giraffendame schenkte, die überraschend im selben Jahr noch Nachwuchs in den Zoo brachte.
In den ersten Jahren wurde im Zoologischen Garten eine Spezialisierung auf bestimmte Tierarten versucht, darunter Affen, Papageien, Greifvögel und Wild. Da dieses Vorhaben nicht die benötigten Besucherzahlen brachte, überlegte sich Zoodirektor Károly Serák neue Wege, den Zoo attraktiver zu machen. Diese Ideen brachten ihm jedoch viel Kritik ein. So wurden Angebote wie Zoo-Lotterie, Akrobaten, Seiltänzer und Feuerspucker als nicht angemessen für einen Zoologischen Garten gesehen. In der Rückschau ist anzunehmen, dass gerade durch diese Maßnahmen das Überleben des Zoos gesichert wurde.
Anfang des 20. Jahrhunderts glich der Budapester Zoo in vielen Aspekten anderen europäischen Zoos. So wurden sehr viele Tiere in für heutige Verhältnisse viel zu engen Käfigen gehalten, und der Schwerpunkt lag eher darauf, neue Tierarten anzuschaffen, als die Verhältnisse für die bereits vorhandenen Tierarten zu verbessern. In den darauf folgenden Jahrzehnten musste der Zoo viele Schwierigkeiten durchstehen. Er wurde geschlossen und wieder eröffnet und stand nicht mehrmals vor dem Bankrott. 1909 bis 1912 wurde der Garten um Gehege und Tierhäuser erweitert. Aus dieser Zeit sind jedoch bis heute nur wenige Gebäudeteile erhalten, so unter anderem ein moscheeartiges Elefantenhaus und das von Károly Kós erbaute Vogelhaus, das an die reformierte Kirche in Magyarvalkó erinnert. Károly Kós ließ sich in seinen Bauten vor allem von der volkstümlichen Baukunst Siebenbürgens inspirieren. Auch bei der Gebäudearchitektur versuchte er stets einen Bezug zu den entsprechenden Tieren zu finden.
Insgesamt hat der Zoo seit seiner Eröffnung 100 Millionen Besucher empfangen. Heute sind es jährlich etwa eine Million Besucher. Damit ist er in Ungarn die meistbesuchte Kultureinrichtung des Landes. Insgesamt leben hier heute über 4.000 Tiere aus 500 Arten, sowie etwa 2.000 Pflanzenarten. Die letzte große Renovierung fand 2004 statt, wonach auch das unter Denkmalschutz gestellte Aquarium wieder für Besucher eröffnet wurde. Etwas Besonderes ist bis heute das Palmenhaus mit seinen Vögeln, Fledermäusen und Alligatoren. Mit seinen teilweise mehrere hundert Jahre alten Platanen und Ginkgos steht hier ein großes Tropenhaus.
Datei:Hungary budapest zoo entrance elephant house.jpg
Portal am Eingang des Elefantenhauses

Hauptstädtischer Großzirkus

Der Hauptstädtische Großzirkus (Fővárosi Nagycirkusz) am Ostrand 47.51922222222219.079083333333 des Zoologisch-Botanischen-Gartens und gegenüber dem Széchenyi-Bad gehört mit 320.000 Besuchern im Jahr zu den meistbesuchten Einrichtungen dieser Art in Europa. Eröffnet wurde das seinerzeit aus Wellblech und Eisenfachwerk bestehende Zirkusgebäude am 7. Mai 1891 durch den deutsch-holländischen Zirkusdirektor Ede Wulff. Da sich das Gebäude damals noch innerhalb des Zoologischen Gartens befand, konnte der Zirkus nur mit einer Eintrittskarte des Zoos besucht werden. Obwohl sich die Gebäudegröße seit der Gründungszeit nicht verringert hat, fasste der Zirkus damals 2.290 Besucher, von denen heute noch 1.850 Plätze vorhanden sind.
In den folgenden Jahren war das Etablissement sehr erfolgreich und spielte immer öfter vor ausverkauftem Haus – bis 1896 der Vergnügungspark Ősbudavára in unmittelbarer Nähe, ebenfalls auf dem Gelände des Zoologischen Gartens, seine Pforten öffnete. Direktor Ede Wulff war bereits 1895 aus dem Zirkus ausgeschieden und hatte die Pacht an den Zoologischen Garten übergeben. In den nächsten Jahren hatte es der Zirkus schwer, in Konkurrenz des Vergnügungsparks mit seinen berühmten Artisten und Attraktionen zu bestehen. Nach langem Hin und Her fand sich ein neuer Mieter: Der Clown und Kunstreiter Mátyás Beketow mietete 1804 den Zirkus und begann ihn aus seinem Privatvermögen zu renovieren.
Ein paar Monate später, am 30. April 1804, wurde der Zirkus wiedereröffnet. 1908 wurde das Gebäude schließlich an seinen heutigen Platz östlich des Zoologischen Gartens verlegt. In den 1920er Jahren wurde Sándor Könyöt als neues Mitglied der Zirkusfamilie neuer Partnerdirektor im Beketow-Zirkus. Die erfolgreiche Ära von Mátyás Beketow als Direktor endete 1935, als die Stadtverwaltung den Zirkus erneut zur Pacht ausschreiben ließ.
Den Zuschlag bekam György Fényes, der zuvor bereits den „Kleinen Zirkus“ im Stadtwäldchen geleitet hatte. Im Juli 1936 fand unter Fényes die Uraufführung des neu erarbeiteten Programms statt. Viele berühmte und international anerkannte Künstler boten in den darauf folgenden Jahren unter Fényes ihre Künste im Zirkus dar, unter anderem der Musikclown Gábor Eötvös, den selbst Charlie Chaplin hoch schätzte. 1944 musste György Fényes den Spielbetrieb einstellen, da wegen zunehmender Bombardierungen die Stadtverwaltung gezwungen war, die Spielerlaubnis für den Großzirkus zurückzuziehen.
1950 wurde die Staatliche Artistenschule gegründet, womit die Grundlagen für eine Wiedereröffnung des Großzirkus gelegt waren. 1954 gründete sich das Staatliche Zirkus-Unternehmen, das bis heute die Leitung des Zirkus innehat. Später wurde es in „Ungarische Zirkus und Varieté Kht. (MACIVA)“ umbenannt. 1955 öffnete der Großzirkus schließlich wieder regelmäßig seine Pforten, und die Besucher konnten sich die Vorstellungen der nun diplomierten Artisten anschauen.
Am 15. März 1966 kam es zur zweiten längeren Schließung des Zirkus, da das baufällig gewordene Zirkusgebäude abgerissen und durch ein neues ersetzt wurde. Dem Neubau wird nachgesagt, dass er von außen wenig an einen Zirkusbau erinnert, weil wesentliche Stilelemente fehlen. Im Inneren jedoch zeigt er den typischen Charme einer klassischen Zirkusmanege. Eine Besonderheit besteht darin, dass die Sitzplätze des Publikums fast die 360° des Rondells einnehmen. Nur der Bereich über dem Künstlereingang ist, wie in Zirkuszelten, für die hauseigene Zirkusband reserviert. Geleitet wurde der Zirkus bis 1966 von Miklós Göndör, Rezső Árvai und Lajos Fekete. Nach mehrjähriger Bauzeit eröffnete das Haus Anfang 1971 unter Eötvös Gáborné. Gáborné, aus der berühmten Picard-Dynastie, war die bis dahin einzige Zirkusdirektorin. Später wurde sie von Tamás Radnóti abgelöst, der wiederum 1988 durch István Kristóf ersetzt wurde. Dieser hat bis heute das Direktorenamt inne.
Die erfolgreichsten Jahre des Zirkus waren zu Ende des 19. Jahrhunderts, da vor allem die zahlenmäßig wachsende Oberschicht ihm und dem Stadtwäldchen gern einen Besuch abstattete. Derzeit plant man notwendige Renovierungen, darunter auch eine Kuppel, um Ausstattung wie in anderen Zirkussen unterzubringen.
Da sich der Budapester Zirkus kein Winterquartier suchen muss, kann er sein Programm 12 Monate im Jahr darbieten. In den letzten Jahren wurden noch zusätzliche Veranstaltungen, wie klassische Konzerte, Modeschauen, Bankette, Sportveranstaltungen, Tanz-, Theater- und Operettenaufführungen in den Programmplan aufgenommen.
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Der Nagycirkusz bei Tag

Vergnügungspark

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Die Achterbahn

Der Vergnügungspark (Vidámpark) in der Nordecke des Parks 47.52027777777819.084166666667 zieht über eine Million Besucher im Jahr mit verschiedenen Attraktionen an, z. dem Riesenrad, dem verhexten Schloss (Elvarázsolt kastély), dem 1906 erbauten Karussell (Körhinta) und der 1922 errichteten, einen Kilometer langen Achterbahn (Hullámvasút) mit Holzkonstruktion sowie weiteren Einrichtungen. Der 1950 gegründete Vidámpark erstreckt sich auf einer Fläche von 6,5 Hektar. Hervorgegangen ist er aus dem Wurstels und dem Englischen Park. Den Besuchern werden mehr als 40 Fahrgeschäfte geboten. Fünf davon, darunter die oben genannten Einrichtungen Achterbahn, Karussell und Verhextes Schloss, stehen unter Denkmalschutz. Das verhexte Schloss, mit Spiegellabyrinth und bebenden Sesseln, brannte Anfang der 1980er Jahre aus und wurde 1987 nach den Plänen von Ferenc Török und Antal Puhl wieder aufgebaut.

Restaurant Gundel

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Restaurant Gundel

Das im Jugendstil erbaute Gundel Restaurant ist eines der ältesten und renommiertesten Restaurants der Stadt und genießt bis heute international einen besonderen Ruf. Es liegt in der Állatkerti út 2, im nordöstlichen Teil47.51705555555619.076333333333 des Stadtwäldchens, gleich neben dem Museum der Bildenden Künste und dem Botanisch-Zoologischen Garten. Seine herausragende Stellung beweist eine Meldung der New York Times von 1939: „Das Restaurant Gundel macht für Budapest bessere Werbung als es eine Schiffsladung Touristenbroschüren dies könnte.“


Verkehrsmuseum

Das ungarische Verkehrsmuseum (Közlekedési Múzeum) ist in einem Zweckbau in der Városligeti körút 11, am Ostrand 47.5142519.091555555556 des Stadtwäldchens untergebracht. Es ging aus einer Schau anlässlich der Millenniumsfeierlichkeiten 1896 hervor und stellt auf 8.000 m² anschaulich die Entwicklungen im Verkehrswesen von der Antike bis in die Neuzeit dar. Zu finden sind hier auch Modelle alter Donau- und Balatonschiffe sowie Lokomotiven und Fluggeräte. Den Grundstock der Sammlung bilden die zu den Millenniumsfeierlichkeiten gezeigten Exponate. Darauf baut das drei Jahre später gegründete Verkehrsmuseum auf. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum schwer beschädigt, so dass es erst 1966 wiedereröffnet werden konnte. 1987 wurde das Gebäude erweitert. Die Dauerausstellungen im Museum bilden den gesamten Bereich Verkehr und Verkehrswesen der letzten 100 Jahre ab. So finden sich hier Ausstellungen wie „100 Jahre staatliche ungarische Schifffahrt“, „100 Jahre ungarisches Autofahren“, „Geschichte des Straßenverkehrs“, „Geschichte des Stadtverkehrs“ und „Geschichte der Dampflokomotive“.

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Verkehrsmuseum

Petőfi-Mehrzweckhalle

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PeCsa

Die 1985 fertiggestellte Petőfi Csarnok, auch PeCsa, hat drei Nutzungsbereiche:
  1. Kulturveranstaltungen, sowohl Pop- als auch klassische Konzerte und Theatervorstellungen.
  2. Messen und Ausstellungen
  3. Verschiedene Jugendclubs sind dort untergebracht. Jugendbetreuung, beispielsweise das Kapocs-Selbsthilfezentrum für Jugendliche
Die Haupthalle verfügt über 1.100 Sitz- und 2.500 Stehplätze, die Freiluftarena über 2.500 Sitz- und 6.000 Stehplätze. Jährlich werden rund 600 Veranstaltungen abgewickelt. Räumlichkeiten verschiedener Größe können dort angemietet werden.
Denkmäler
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Denkmal zu Ehren von Kronprinz Rudolf
Auf dem Gelände des Stadtwäldchens befinden sich unter anderen Statuen mit den Bildnissen folgender Persönlichkeiten:

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